Der Philipp-Wolfrum-Wettbewerb findet an den beiden Hauptwirkungsstätten von Philippp Wolfrum in Heidelberg, der St. Peterskirche und der Stadthalle, statt. Während die von Wolfrum geplante und von ihm auch durch Benefizkonzerte finanzierte Walcker-Orgel der Peterskirche unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs einem Blitzeinschlag zum Opfer fiel, ist die ebenfalls von Wolfrum geplante Orgel der Stadthalle weitestgehend im Originalzustand erhalten. Die Dispositionen der heutigen Klais-Orgel der Peterskirche sowie diejenige der Stadthalle sind hier aufgeführt. Dabei dient die Beschreibung des Alten Spieltischs der Stadthallen-Orgel vor allem der Information; für den Wettbewerb wird der Neue Spieltisch genutzt werden.
Ferner stehen den Wettbewerbsteilnehmern während bestimmter Zeiten Üborgeln im Gebäude der Hochschule für Kirchenmusik zur Verfügung.
Peterskirche Heidelberg (J. Klais,
Bonn, 1984, renoviert 2007)
Mechanische Traktur (auch Koppeln). Manuale C-g3, Pedal C-f1. Radialpedal. 8000 Setzerkombinationen (dekadisches System 1000 - 8999). Die Register des Pedals und des Hauptwerks (Nummern 1-22) befinden sich links von den Manualen, die Register des Schwellwerks und des Brustwerks (Nummern 23-44) rechts. Unter dem I. Manual befinden sich von links nach rechts die Druckknöpfe S (Setzer), 0-4, Sequenzer rückwärts, Sequenzer vorwärts, 5-9, R (Rücksteller). Fußhebel über dem Pedal: III/I, II/I, III/P, II/P, I/P, Sequenzer vorwärts, Schwelltritt II, Schwelltritt III, Sequenzer rückwärts, Sequenzer vorwärts. Außerdem sind auf beiden Seiten des Spieltischs seitlich neben den Registerzügen für den Registranten die Sequenzerschalter vorwärts und rückwärts angebracht. Photo: Fa. J. Klais Orgelbau.
Stadthalle (Kongreßhaus) Heidelberg
(H. Voit & Söhne Durlach 1903, op. 930)
Alter Spieltisch
| Pedal
(obere Reihe links) 61 32' Untersatz
(mittlere Reihe links)
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I. Manual
(links über IV. Man.) 1 16' Prinzipal
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II. Manual
(rechts über IV. Man.) 18 4' Hoboe
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III. Manual
(obere Reihe rechts) 33 16' Quintatön
IV. Manual (mittlere Reihe rechts)
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Elektro-pneumatische Taschenladen. Manuale C-a3, Pedal C-f1. Über den Registerwippen befinden sich nebeneinander die Freien Combinationen I (links, weiß) und II (rechts, rot). In der unteren Reihe links neben den Manualen befinden sich die Koppeln für die Freien Combinationen in der Reihenfolge
IVxI, IIxIII, IxIII, IxII, P.xVI, P.xIII, P.xII, P.xI.
Trotz der etwas irreführenden Nomenklatur handelt es sich hierbei um Normal-Koppeln, also III/I, III/II usw. Unter diesen befinden sich noch Druckknöpfe für die Pedal-Koppeln in der Hand-Registrierung: PxVI, PxIII, PxII, PxI.
In der unteren Reihe rechts neben den Manualen befinden sich die Knöpfe "Koppeln aus Walze" in der Reihenfolge:
IVxI, IIIxII, IIIxI, IIxI, IxP., IIxP., IIIxP., IVxP.
Unter dem I. Manual befinden sich die Druckknöpfe:
| Sub IIIxI | Super IIIxI | Sub IIxI | Super IIxI | Super I | IVxI | IIIxII | IIIxI | IIxI | Freie Comb. I | Freie Comb. II | H.Reg. ab | Walze ab | Zungen ab | P. Pedal ab | Zungen Tutti | Labial Tutti | Tutti |
| P.IV | P.III | P.II | P.I | General Koppel | Walze | General Tutti | General Schweller | III. Man. Schweller | P.xII |
Stadthalle Heidelberg, Neuer Spieltisch von Vleugels Orgelmanufactur 1993
| III. Manual
(links, oberste Reihe) 1 Quintatön 16'
| II. Manual
(links, 2. Reihe von oben) 13 Bordun 16'
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I. Manual
(links, 3. Reihe von oben) 28 Prinzipal 16'
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Pedal
(links, unterste Reihe) 45 Untersatz 32'
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Koppeln
(rechts, oberste Reihe) 60 Super I
(rechts, 2. Reihe von oben)
(rechts, 3. Reihe von oben)
(rechts, unterste Reihe)
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Der neue Spieltisch unterscheidet sich vom alten durch Fortlassung des IV. Manuals, durch ein Radialpedal sowie durch Setzerkombinationen anstelle der historischen Freien Combinationen. Unten rechts neben den Manualen befinden sich drei Schlüsselschalter für drei abschließbare Setzer-Einheiten zusätzlich zu einer "öffentlichen" Setzer-Einheit. Jede Einheit enthält 12 Ebenen (1-12) zu je 8 Serien (A-H) à 8 Kombinationen (1-8).
Voraussichtlich steht jedem Final-Teilnehmer eine halbe Einheit, also 6*8*8 Kombinationen zur Verfügung.
Sequenz-Schalter vorwärts und rückwärts befinden sich in der Mitte der Vorsatzleiste unter dem I. Manual, als Fußpuffer links neben der Walze sowie zur Bedienung durch einen Registranten auf beiden Seiten des Spieltischs jeweils oberhalb der Registertafeln.
Das Register-Crescendo wird durch Fußpuffer "Walze 1" oder "Walze 2" eingeschaltet. Hierbei ist "Walze 1" voreingestellt und "Walze 2" frei programmierbar. Zu beachten ist, dass am Neuen Spieltisch (anders als am Alten) die Walze direkt die Wippen der Handregister schaltet. Ein durch die Walze gezogenes Register kann per Hand wieder abgestoßen werden. Dies wird als Programmierung der Walze verstanden, und das betreffende Register kann fortan durch die Walze nicht mehr geschaltet werden (solange, bis der Spieltisch einmal aus- und wieder eingeschaltet wurde). Es ist also an dem Neuen Spieltisch nicht möglich, etwa während eines Walzen-fortissimo die folgende Registrierung im piano vorzubereiten.
Anregungen und Fragen bitte an das Wettbewerbs-Sekretariat.